CVJM Birsfelden - BC Allschwil 51:52
14. April 2010 (Tom) | 0 Kommentare
Nach einem spannenden Spiel gegen CVJM Birsfelden in welchem CV während der meisten Spielzeit führte, gelang uns erst im letzten Viertel das Spiel zu drehen und somit den Meistertitel der 3. Liga definitiv nach Allschwil zu holen.
Eigentlich hätte es ein einfaches Spiel sein sollen. Unsere Mannschaft gut besetzt gegen vorletzte Mannschaft auf der Tabelle, hätte einen Pflichtsieg bedeuten. Doch die Jungs aus Birsfelden unter Kommando von Michel Donati machten uns fast einen Strich durch die Rechnung. Schon mit dem Sieg gegen BC Arlesheim 2 vor Ostern bewiesen sie, dass sie nicht zu unterschätzen seien. Es war genau Michel Donati, der der Arlesheimer Schief mit vielen Dreiern torpediert hätte.
Und obwohl unsere Jungs vor dem Spiel von ihm gewarnt waren, nahmen sie es ziemlich leichtsinnig und die selbe Geschichte wiederholte sich wieder. In kürzester Zeit versenkte Donati drei Dreiern in Folge. Als unsere Spieler endlich kapierten von woher die Gefahr kommt und begannen ihn besser zu decken, kamen zwei Dreier in Folge von Spieler mit dem Nummer 8 Patrik Soland. Danach wieder ein von Donati und am Ende noch einer von einem dritten Spieler. Somit kassierten wir schon in den ersten 10 Minuten 8 Dreiern. Nach dem 23:16 zu Gunsten von CV nach den ersten 10 Minuten, hätte jemand logischerweise auf die Gedanken bringen, dass CV den Meisterschaftstitel gewonnen hätte und nicht wie.
Für diejenige welche die Relationen zwischen den Teams in der 3. Liga gut kennen, war es klar, dass eine solche Leistung an der Grenze zu einer ausserirdischen Leistung war, vor allem da unsere Mannschaft normalerweise eine gute Verteidigung spielt. Auch dieses mal war diese sehr aggressiv, leider zu wenig auf diejenige Spieler ausgerichtet, welche richtig gefährlich waren. Und ein alter Fuchs wie Donati lies sich so ein Chance nicht aus den Händen nehmen.
Im zweitem Viertel konnten wir endlich den Gegner ein wenig bremsen. Es fiel nur noch ein Dreier von Patrik Soland, aber dank unserer schwachen Leistung im Angriff, konnte CV die Führung um weitere 2 Punkte auf 35:26 ausbauen.
Von den erwarteten Dominanz unseren grossen Spielern unter den Brettern war nichts zu sehen. Danijel wurde von Donati und einem weiteren Spieler ständig gedoppelt und wurde somit in Angriff praktisch ausgeschaltet. Durch diese Taktik entstandene Schwachstelle auf den Aussenpositionen, wurde zu wenig von unseren restlichen Spielern genutzt und die Wurfeffizienz hätte sich dadurch verschlechtert anstatt zu verbessern. Der einzige Spieler der in dieser Periode glänzte war Tino, der mit 10 Punkten auf dem Konto, die offensive Aufgabe sehr gut machte.
Nach der schwachen ersten Halbzeit, war uns allen klar, dass wir die Verteidigung weiter hätten steigen müssen um den Angriff des Birsfeldener zu neutralisieren. Und dies gelang uns dann im dritten Viertel ziemlich gut. Obwohl das Spie auf beiden Seiten ziemlich hektisch war, zahlte sich unsere Aggressivität aus. Die wenig erfahrene und meist ziemlich junge Spieler von Birsfelden produzierten viel mehr Fehler und dies eröffnete uns den Weg für sichere Punkte aus den Fastbeaks. Schade nur, dass wir mehrere solche Gegenangriffe verpatzten, sonst wäre das Spiel schon im dritten Viertel entschieden. Anstatt die Führung zu übernehmen, blieben wir so weiter einen Punkt hinten Bisfelden.
Der letzte Viertel entwickelte sich ähnlich weiter. Wir holten endlich die Führung, aber waren nicht fähig diese weiter auszubauen. Die Wurfquote sank extrem auf beiden Seiten. Die Müdigkeit belastete die Konzentration und die Leistung der Spieler. Wie verzaubert blieb das Resultat auf dem Semaphor minutenlang unverändert. Die Spieler zeigten Nerven und konnten keine erfolgreiche Aktion ausführen. Man wusste, dass nur ein einziger Treffer das Spiel entscheiden könne.
Als Donati nach einer Pause wieder ins Spiel kehrte, drehte sich kurz ein Film in meinem Gedanken, wie er uns den Dreier in den letzten Sekunden verpasse. Und dann wie in einem Film, tatsächlich bekam er den Ball und stand da ganz alleine hinter der 3-Punkte Linie. Als der Ball seine Hände verliess und Richtung Korb floh, blieb mein Atem stehen. Wie in einem Slow Motion bewegte sich der Ball Richtung Korb, und ich dachte: „ Das darf nicht sein ...“, da ich den Ball schon im Korb sah. Aber, diesmal glücklicherweise, wiederholte sich die Geschichte nicht. Ich konnte wieder aufatmen, da das Spiel unmittelbar danach endete. Auf dem Semaphor stand 52:51 für unser Team.
Der beste Spieler bei uns war Tino. Mit 14 Punkten war er auch der beste Scorer. In der Verteidigung stark wie immer (4 Steals, 2 Rebounds), in der Offensive war es ein seiner besseren Spiele.
Stark wie immer präsentierte sich auch Danijel. Dieses mal erreichte er „nur“ 8 Punkte, aber mit 11 Rebounds und 2 Blocks machte er einen ziemlich guten Job unter dem Korb.
Als Folge des niedrigen Resultates, war selbstverständlich auch eine schwache Punkteverteilung der Mannschaft. Sonst, in der anderen Disziplinen spielten sie relativ solide.
Am Ende zählt nur der Sieg und das ist uns glücklicherweise gelungen. Ein wenig Leid hat mir aber die Mannschaft von CV schon getan. Sie baten eine gute Leistung und hätten den Sieg schon verdient. Aber wie im Sport üblich, haben die gute Mannschaften immer Glück, oder ist es doch nicht Glück?
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